Die Zeit der ersten Tee-Ernten ist gekommen- der Darjeeling first flush ist da. Die Hochgebirgsregion Darjeeling, eingebettet zwischen Nepal und Bhutan, verfügt über einzigartige klimatische und geophysikalische Voraussetzungen. Die besondere Höhenlage, die steilen Hänge und die Sonnenintensität beeinflussen die Qualität des Darjeeling Tees entscheidend.Nach der Winterpause wachsen wieder die zarten Blätter und die ersten (First) Triebe (Flush). Diese ersten Blätter sind von den Inhalts- und Geschmacksstoffen sehr gehaltvoll und entfalten ein unverwechselbares Aroma. Leicht und spritzig schmeckt dieser Tee, zuweilen hat man den Eindruck, als seien die Teeblätter nicht vollständig fermentiert. Tatsächlich ist aber genau diese Eigenschaft das typische Merkmal des Darjeeling First Flush. Der zarte First Flush Tee zeichnet sich durch seine sehr helle Farbe und durch einen auffällig hohen Anteil an "green-tips", den silbrig-grünen Blattspitzen aus. Gepflückt werden nur die zwei ersten Blätter und die Knospe, in der Teewelt nennt man das "Two Leafes and a Bud". Am Anfang kann nur sehr wenig frisches Blattgut gepflückt werden. So entsteht bei den ersten Pflückungen (Invoices) meist nur eine geringe Menge an hochwertigem Tee. In der Regel sind es nur zwischen 80 und 100 kg pro Invoice. Jedes Jahr warten Teeliebhaber gespannt auf den ersten Tee der Saison. Früher durchpflügten die berühmten Teeklipper die Weltmeere, um die neuen Ernten in Wettrennen von Asien nach England zu bringen. Der Endspurt, 90 Kilometer die Themse hinauf, war jedes Mal ein Volksfest. Es wurde gewettet, welches Schiff als erstes Londeon erreichen würde. Die zuerst eintreffende Teeladung erzielte Spitzenpreise und die Siegermannschaft gewann hohe Prämien. Als einziger noch erhaltender Teeklipper erinnert die "Cutty Sark" bei Greenwich an die Zeiten. Auch heute wird noch so schnell wie möglich transportiert - was früher die pfeilschnellen Teeklipper waren - sind heute die Flugzeuge, daher kommt auch die Bezeichnung Flugtee.
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